Tu dir selbst was Gutes!

In meinem ersten Artikel zu diesem Thema habe ich bereits erklärt, warum ich unsere Sprache im Berufsalltag für so wichtig halte. Aber was ist mit der restlichen Zeit des Tages? Nur weil wir das Büro oder den Arbeitsplatz verlassen, hören wir nicht auf zu reden. Wir sprechen mit Freunden bei einem Feierabend Bier, telefonieren mit unseren Eltern oder plauschen mit dem Nachbarn. Und dann sind da noch die Gespräche mit uns selbst, unsere Gedanken und inneren Dialoge. Auch hier leben wir in einer ständigen Unterhaltung. Aber was hält unser Wortschatz für diese Unterhaltungen bereit? Welche Worte und Formulierungen wählen wir und was machen eben diese mit uns?

Denn neben dem Einsatz von Sprache als Führungskompetenz , haben unsere gewählten Worte noch eine weitere Bedeutung: unsere persönliche Beeinflussung. Mit Worten lenken wir (meist unbewusst) unsere Stimmung und Gefühlswelt, drängen unsere Gedanken und die innere Einstellung in eine Richtung. Diese Richtung kann sowohl positiv als auch negativ sein. Wir kennen alle diese Leute die sich meisterhaft selbst runterziehen mit Formulierungen wie „Ich schaffe das sowieso nicht!“ oder „Mich will eh keiner…“. Solche Aussagen bewirken in meinen Augen nichts anderes als dass meine Worte Realität werden. Ich bringe mich selbst in eine traurige oder schlechte Stimmung, welche mir meine positive Energie und innere Stärke raubt! Wir fühlen uns erschöpft sowie mutlos und zeigen dies auch schnell in unserer Körpersprache. Hängende Schultern, ein gesenkter Blick und der Verlust unseres Strahlen drücken aus, was wir fühlen. Oder die Menschen, welche sich unnötig in Rage reden. Sie sind oftmals nur durch ihre Worte so sehr in Wut und Raserei, dass sie ewig brauchen um wieder einen realistischen Blick auf die Situation werfen zu können. Und schaden damit noch ganz nebenbei ihrem Herzen, strapazieren ihre Nerven und bekommen das ein oder andere graue Haar.

Du merkst worauf ich hinaus möchte: die Worte die wir wählen haben eine gewisse Macht über uns. Nutze ich immer wieder dieselben negativen Formulierungen und Phrasen, speichert mein Unterbewusstsein dies irgendwann ab. Und in jeder passenden Situation werden eben diese Worte und damit verbundenen (schlechten) Gefühle wieder hochkommen. Doch genau diese Konditionierung funktioniert auch in die andere Richtung. Streiche die Worte und Sätze welche dich schwächen! Versuche deinen Wortschatz umzustellen. Tu dir selbst etwas Gutes und achte auf deine Gedanken und darauf wie du dich ausdrückst. Ja, natürlich klingt das leichter gesagt als es dann doch oft ist. Und es ist sicher nicht immer die Lösung für jede Situation, zumal ein bißchen fluchen ja auch mal ganz gut tun kann!😉 Aber letztendlich ist es doch so: Wenn du nur die Hälfte der Negativität in deiner Sprache durch starke, harmonische und vor allem motivierende Worte ersetzt, stärkst du dich und deine innere Haltung. Davon bin ich fest überzeugt. Denn auch ich habe gelernt, dass ich alleine mit der Umstellung meines Sprachgebrauchs unglaublich viel Gutes erreichen kann.

Wir machen uns viel zu selten bewusst wie wir miteinander sprechen – und wie wir dabei mit uns selbst umgehen. Also nutze deine Sprache für etwas Gutes und verbreite ein paar mehr #positivevibes für dich und deine Umwelt!

Deine Carina.

„Wir sind was wir denken. Alles was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“  ( Buddha )