Und noch ein Blog…

… warum ich einen Blog schreibe? Ich habe zwar viele Beweggründe, aber keine konkrete, alleingültige Antwort darauf. Eigentlich fand ich das Bloggen und die ganze dazugehörige Szene immer etwas albern und abgehoben. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, lag das vielleicht nur daran, dass ich ein bißchen neidisch war. Neidisch darauf, dass andere längst das taten was ich auch wollte. Denn die Idee online zu schreiben fand ich insgeheim schon länger toll. Aber voll von Ausreden und Zweifeln konnte ich nur zu schauen wie andere das hinbekamen, was ich mir für mich auch wünschte. Ich fragte mich, wer soll schon ausgerechnet meinen Blog lesen? Immerhin gibt es schon so viele! Und ich habe ja eh nicht die Zeit dazu…! Und worüber sollte ich schon schreiben?

Um so mehr Zeit verging, desto frustrierter wurde ich. Ich wollte etwas, wünschte es mir, tat aber nichts dafür. Auch die mir immer öfter gestellte Frage: „Und hast du einen Blog?“ trug nicht grade zu einer Verbesserung meines Gemütszustandes bei! Meist antwortete ich recht zerknirscht:  „Nein, dafür habe ich keine Zeit.“. Auch wenn ich wusste, dass dies nur eine meiner unzähligen Ausreden war. Denn für mich selbst wusste ich, dass ich das Schreiben liebe, dass ich die Lust dazu habe und vor allem mir die Zeit nehmen kann. Trotzdem ließ ich mich von simplen Selbstzweifeln zurückhalten.

Anfang Januar  unterhielt ich mich in der Uni mit einem der Studierenden über seine Abschlussarbeit. Plötzlich fragte er mich, warum ich eigentlich keinen Blog hätte. Er und die anderen Studis hätten mich gegoogelt um zu schauen, ob ich über meine Lehrinhalte auch blogge (ich unterrichte Rhetorik und Kommunikation an der iba) und waren erstaunt als sie nichts fanden. Über diese Frage war ich im ersten Moment so erstaunt, dass ich nur einige meiner schwachen Ausflüchte stammeln konnte. Er unterbrach mich recht schnell: „Sie müssen einfach nur anfangen und nicht so viel Angst haben.“. Das hat gesessen. Das war der Schlüsselmoment, oder besser gesagt der Tritt in den Arsch. Nachdem ich mich kurz über seine Äußerung ärgern wollte, realisierte ich die Message und vor allem die Wahrheit seiner Worte. Und der Entschluss stand augenblicklich fest. Es folgte ein unfassbar befreiendes Gefühl. Entscheidungen zu treffen tut gut, gibt Energie und vor allem die Motivation endlich etwas anzupacken was man schon so lange vor sich her schiebt!

Und nun liest du meinen ersten Blogbeitrag. Ein unfassbar tolles und erfüllendes Gefühl. Solltest du also auch so ein Ding haben, etwas was dich beschäftigt und nicht aus deinem Kopf geht: MACH ES! Triff deine Entscheidung und leg los. Denn nur wir selbst können an solchen Situationen etwas ändern…!

Viel Erfolg dabei, deine Carina.